Eis kühlt Hitze, oder etwa nicht?

Eis Hitze

Es ist heiß. Alle benehmen sich etwas seltsam. Die Zündschnuren sind mal wieder extrem kurz. Und bei den Temperaturen brennt die Lunte echt schnell. Der Fahrer des BMW heute morgen zum Beispiel. Mittelfinger, Hupkonzert, laute Schimpftirade. Obwohl ich von rechts komme und Vorfahrt habe. Hätte ihn wohl trotzdem vorbei fahren lassen sollen. Oder Schwester Brigitte.

Lest weiter bei doccheck.com

Bildquelle: Pixabay.com, public domain, by Myriams-Fotos

In meinem Gehirn sind Hormone

Durcheinander

Station. Geriatrische Frührehabilitation. Besprechung mit den Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Geriaterin, Internistin, Gesundheitspflegerin, Stationshilfe, Putzfrau, etc… Einer Patientin geht es nicht gut. Ödeme, Bluthochdruck, Niereninsuffizienz, Hypalbuminämie, Proteinurie. Sie muss von den Kollegen der Inneren Medizin intensiver betreut werden. Wir einigen uns. Ich fasse zusammen. „Programmabbruch. V.a. Gestose.“ Die Internistin klopft sich auf den Oberschenkel und lacht. „Naja, bis auf die Schwangerschaft! Es könnte aber durchaus ein nephrotisches Syndrom sein.“

„Ich bin hormonell durcheinander und nicht urteilsfähig. Ich kann meinen Wahnvorstellungen nicht trauen.“ Meredith Grey (Grey’s Anatomy)

 

Bildquelle: pixabay.com, public domain, by BellaBalla

Schwangerschaft, Fehlgeburt und Seelenstriptease

Eine neue Nachricht von Lotte hat mich heute erreicht. Viele Kolleginnen und Kollegen beschäftigt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Schwangerschaft. Sofort? Nach 12 Wochen? Gar nicht? Gefährdung für sich und das Baby? Oder hat man als werdende Mutter das Recht auf Selbstbestimmung?

Lotte schreibt mir, sehr ehrlich und frei, von ihren Erfahrungen. Ihr Brief ist für mich sehr emotional und ich danke ihr sehr herzlich für ihre Offenheit.

Ich wünsche mir, dass ihr bei ihrem Brief oft „gefällt mir“ drückt und sie für ihre verletzlichen und offenen Worte belohnt. Oder, wenn ihr mögt, kommentiert, schreibt mir von euren Erfahrungen und Gefühlen, die dieses Thema betreffen.

Liebe Lotte, DANKE!

Notaufnahme passt mir heute gar nicht

Aufgrund meines kleinen Geheimnisses ist mein Vomex-Konsum aktuell um 100 Prozent gestiegen. Die Übelkeit ist trotzdem nicht weg. Ich fühle mich krank, bin ich aber eigentlich nicht. Ich kann nicht schlafen, renne pausenlos auf die Toilette und mein systolischer Blutdruck war seit längerer Zeit nicht mehr dreistellig.

Das Gefühl ist ätzend. Die Kitteltaschen sind gefüllt mit homöopathischen und nicht-homöopathischen Mittelchen, Traubenzucker und Müsliriegel und die Wasserflasche klebt wie angewachsen unter meinem Arm. Fühle mich natürlich trotzdem nicht besser…

Ein Artikel, der einigen von euch bereits bekannt sein dürfte – lest weiter bei doccheck!

Ein Kind mit 50

Es ist in aller Munde. Caroline Beil ist schwanger. Mit 50. Bei „Hart aber fair“ gibt es den Kinderwunsch-Talk. Im heutigen Ärzteblatt lautet der Titel „Kinder auf Bestellung“. Die Reproduktionsmedizin boomt. Den Eingangskommentar im Ärzteblatt schreibt Dr. med. Martina Lenzen-Schulte. Sie spricht die Problematik der Gleichzeitigkeit an – Qualifikation und Reproduktion. Warum sich überhaupt stressen? Weiterbildung geht doch auch nach der Reproduktion. Mit 40 bleiben noch knappe 30 Jahre Arbeitsleben übrig. Das Thema meines Blogs – ein Kind in der Weiterbildungszeit. Aber warum traut unsere Gesellschaft den älteren Frauen dies nicht zu? Sowohl die späte Schwangerschaft, als auch die späte Weiterbildung? Und warum wird es in unserer Gesellschaft den Frauen so schwer gemacht? Und warum bitte ist das immer noch NUR ein Frauenthema? Schwanger mit 50 soll einfach sein? Papa mit 60 und fünfmal nachts aufstehen um die Flasche zu geben, ist einfach? Wir schieben und verlegen, planen und organisieren. Die Weiterbildung, die Schwangerschaft. Muss man sich entscheiden? Gehört zu unserer Gesellschaft nicht beides? Arbeit UND Kinder? Für Mann UND Frau? Bin ich zu naiv? Gibt es für die Herren und Damen in der Politik und unsere Arbeitgeber nur Arbeitnehmer ohne Kinder? Unser Leben ist kurz. Zählt nur das Ziel und nicht der Weg? Welche Traumvorstellung. Männer und Frauen, gleichberechtigt, gleichgestellt. Jeder Elternteil hat Zeit für Weiterbildung UND Kind. Geht natürlich schneller, wenn man nur Qualifikation als Ziel hat. Oder nur Reproduktion. Aber zeitgleich. Vielleicht ändert sich die Gesellschaft ja auch nur, wenn wir diesen Weg selbst gehen. Ich hoffe, ich finde auf meinem Weg nicht zu viele Steine.