Ain’t your mama

Füße

Lotte ruft mich an. Sie war gerade mit ihrem Mann und den 2 Kindern im Urlaub. Zusammen mit einer befreundeten Familie waren sie in einem Ferienhaus mit Pool. Das hört sich entspannt an. Sommer, Sonne, Grillen und keinen interessiert die Uhrzeit. Leider hatte die Freundin der Familie, ebenfalls Mutter zweier Kinder, keinen Urlaub. Ständig auf Achse, Essen vorbereiten, kochen, Kinder umziehen, Kinder eincremen, Kinder wickeln, mit den Kindern spielen, die dreckigen Hosen der Kinder waschen, wieder eincremen und schließlich die Kinder ins Bett bringen. Mama-Aufgabe. War anscheinend noch nicht genug Arbeit. Dem Mann das Bier bringen, das Fleisch für den Grill richten, einkaufen gehen, den Mann eincremen, Badehose des Ehemanns waschen, ihm seinen gerichteten Teller bringen, das Eis als Nachtisch dazu und wieder das Bier. Ehefrauen-Aufgabe. Der Herr muss sich schließlich von der harten Arbeitswoche erholen.

Lotte hat sich bemüht, ihre Meinung nicht zu äußern. Hat sie natürlich, ich juble, nicht geschafft. Endergebnis: Lotte hatte einen seufzenden, Augen rollenden, verschwitzten Gegner der Gleichstellung erschaffen, aber ihre Freundin ein paar Stunden „frei“.

Bitte mehr davon: „Schenk dir dein Glas doch selbst ein.“ „Bügle deine Hemden alleine.“ „Bitte bringe die Kinder in den Kindergarten.“ und „Könntest du nachher einkaufen gehen?“

Oder: say it like Jennifer Lopez „Ain’t your Mama“. #Gleichstellung

Mehr von Lotte findet ihr hier:

Schulmedizin – Nein Danke!

Es geht auch ohne mich…

Einmal Wildnis und zurück!

Striptease

Mütter sind gute Ärztinnen – wenn sie denn dürfen!

 

Bildquelle: flickr.com, by jimynu

Ist man als Mutter unentbehrlich?

Hallo ihr, heute hat mich mal wieder eine Nachricht von meiner Freundin Lotte erreicht.

Sie schreibt von ihrem Gefühl, für alles und jeden verantwortlich zu sein. Alles organisieren und abarbeiten zu müssen. Dadurch entsteht oft das Gefühl, unentbehrlich zu sein. Kennt ihr das Gefühl auch?

Liebe Lotte, danke für deine Nachricht. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, an dem du dich zurücklehnen kannst und jemand anderes die Arbeit übernimmt.

Dein Lieschen 

Gastbeitrag von meiner Freundin Lotte

Liebe Leser,

endlich ist es soweit. Ich konnte meine gute Freundin Lotte, Ärztin und Mutter, dazu gewinnen, einen Gastbeitrag zu schreiben. Sie wohnt mittlerweile ein ganzes Stück weit entfernt von mir, auf dem Land. Sie erzählt mir von ihrem Alltag und wie es ist, das Leben als Ärztin und Mutter zu koordinieren.

Heute schreibt sie von einem Tag, an dem es keine flexible und ausreichende Kinderbetreuung gibt. Allerdings betrifft das Problem nicht nur Lotte selbst, sondern auch die Anderen. Lest weiter bei „Mütter sind gute Ärztinnen, wenn sie denn dürfen…“.

Vielen Dank Lotte.