Wenn Löwen Raben fressen

Löwen

„Der Kerl vor mir, hat einfach nichts verstanden. Jetzt fragt er mich schon zum dritten Mal das Gleiche. Was ich sage, scheint überhaupt nicht anzukommen. Absolut sinnlos meine Bemühungen.“

Das höre ich jeden Tag. In der Notaufnahme, auf den Stationen, bei den Anmeldungen. Dabei spreche ich nicht von fehlenden Deutschkenntnissen oder mangelnder Hörfähigkeit. Banale (???) Kommunikation.

Das Gegenüber scheint nicht zu verstehen oder verstehen zu wollen. Dabei liegt es meiner Meinung nach hauptsächlich an den unerfüllten Erwartungen der Patienten. Wir sehen die gewünschten Bedürfnisse nicht oder können sie nicht erfüllen.

Wie also kann man damit umgehen?

Ich darf nun alle Leser/innen, die sich einen so richtig vernünftigen Artikel zur Arzt-Patienten-Kommunikation erhoffen, zum Kollegen auf StrebensWert weiterleiten. Ein wunderbarer Artikel zur bedürfnisorientierten Kommunikation und Konfliktstrategie im Alltag.

Alle Leser/innen, die gerne lachen, sich nicht allzu wichtig nehmen und Platz für ein wenig ironische Komik haben, darf ich herzlich dazu einladen, weiterzulesen, zu diskutieren und zu kommentieren. Ich freue mich darauf.

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„Ach, der schon wieder!“

Gespräch

Herr Dr. Super-Hausarzt vom Dienst schickt mal wieder den hoch akuten Bandscheibenvorfall vorbei. Der natürlich keiner ist. Wie wir ja alle schon wussten, bevor der Patient überhaupt untersucht wurde.

Denn unser Dr. Super-Hausarzt vom Dienst übertreibt gerne ein wenig. Oder ein ganz großes Bisschen mehr. Seine Einweisungsscheine werden grundsätzlich mit einem Augenrollen und Seufzen entgegen genommen.

Schon unsere Jüngste im Team, Kollegin Frischling, weiß genau, dass man in der Morgenbesprechung bei diesem Namen zu stöhnen hat. Dem ein oder anderen Oberarzt entweicht auch ab und zu ein „Der schon wieder.“ Oder ein „Nicht noch einer vom Super-Hausarzt.“

Dass Herr Dr. Super-Hausarzt vom Dienst auch nur seinen Job macht, wird gewissenhaft ignoriert. Ist ja auch einfacher, sich über die anderen zu beschweren. (siehe auch meinen Blogpost: „Die Fehler der anderen.“)

Allerdings ist mir dieses abschätzige Gerede oft zuwider. Ich fühle mich unter Druck gesetzt, keine Fehler zu machen. Dann könnten die anderen ja auch so über mich reden. Das wäre mir unangenehm. Leider bleiben aber die Fehler nicht aus. Das gehört nun einmal zum Lernprozess dazu.

Da schicke ich doch lieber einen verdächtigen Rückenschmerz in die Klinik, als den Bandscheibenvorfall zu übersehen. Oder?

Dass dieses unkollegiale Verhalten Auswirkungen auf uns hat und zu Unmut in der Abteilung führt, beschreibt Dr. Christopher Dedner in seinem Beitrag „Große Veränderung für kleines Geld“ auf seinem toll aufgebauten Blog „StrebensWert“. 

Ein toller Artikel über die Folgen der negativen Kommunikation. Und mit einem besonderen Highlight am Ende: Er erklärt uns, wie wir diese Kommunikation dauerhaft verändern können. Da könnten wir doch wirklich mal was lernen – DANKE!

 

Bildquelle: flickr.com, by Kompetenzzentrum: P…