Ich möchte keine Heldin sein

Babyotter

Unsere Arbeit ist wichtig. Unsere Arbeit ist schön, schrecklich, wunderlich, traurig, macht glücklich oder krank. In unserer Arbeit erbringen wir manchmal außergewöhnliche Leistungen. Das ist großartig. 

Dafür sollte man sich bedanken.

Aber wir sind keine Helden.

Wir lernen, studieren, arbeiten, üben und praktizieren bis wir es besser können. Wie in jedem Beruf. Die Tragweite mag für manche Menschen eine andere sein. Für viele ist jedoch der perfekte Hausbau wichtiger als das gesunde Knie. Alles Ansichtssache.

Was uns zu alltäglichen Helden macht, ist die Verbindung, körperliche und psychische Leistungen zu erbringen, die uns über unsere Belastungsgrenze hinaus katapultieren. Nicht nur Ärzte. Auch die vielen Menschen in der Pflege.

Wochen, in denen man 13 Tage am Stück arbeitet, mal 2 Stunden, mal 5 Stunden nachts schläft. Man schläft am Tag, mittags, im Sitzen oder im Stehen. Die Arbeitszeitrichtlinien werden  jeden Tag übergangen. Die Arbeitsintensität ist mit keiner Intensität der letzten Jahrzehnte vergleichbar. Das  Arbeitsaufkommen sprengt jegliche Grenzen.  Die gesetzlichen Regelungen gleichen einem Dschungel der Unmöglichkeiten.

Ein Luxusproblem? Früher ging es doch auch? „Ich möchte keine Heldin sein“ weiterlesen