Die Wellen überschlagen sich

Welle überschlägt

Es ist Februar.

Die Wellen überschlagen sich.

Ich erhalte von so vielen Frauen Emails und Nachrichten (über unfallchirurginundmutter[@]googlemail.com oder über twitter – MuellerLieschen), dass ich es fast nicht mehr abarbeiten kann.

Viele Ärztinnen und Mütter schreiben mir aus ihren Nachtdiensten, in einer ruhigen Minute oder vom Handy aus, wenn sie vor den Kinderzimmern sitzen, bis die Kinder eingeschlafen sind.

Es sind Frauen, die dankbar sind über die vielen Interviews. Frauen, die nach Beispielen suchen, wie eine Gleichstellung und Vereinbarkeit als Ärztin und Mutter möglich ist. Frauen, die sich dafür bedanken, dass ihre Ideen, ihre Gedanken und ihre Wünsche, einen Platz finden, gehört zu werden.

Auch die vielen Kommentare zu meinen Artikeln auf DocCheck.com, zeigen mir immer wieder, dass der Themenkreis um die Frauen in der Medizin, eine große Rolle spielt.

Es freut mich sehr, dass ihr so großes Interesse zeigt. Es freut mich, dass ihr euch so fleißig an den Interviews beteiligt und mit Beispielen meine  Homepage bereichert. Vielen DANK dafür!

Eine dieser Frauen, Ärztin, Anästhesistin und mehrfache Mutter, hat mir einen Beitrag geschickt, den ich freundlicherweise veröffentlichen darf – herzlichen Dank!

Anstatt nur zu fragen, gibt sie Antworten darauf, woran Gleichberechtigung scheitert. Außerdem liefert sie gleich ein paar Möglichkeiten mit, dies zu ändern.

Herzlichen Dank für deinen Beitrag!

„Meine Probleme mit dem Binnen-I“ oder „Woran Gleichberechtigung scheitert“ „Die Wellen überschlagen sich“ weiterlesen

Ain’t your mama

Füße

Lotte ruft mich an. Sie war gerade mit ihrem Mann und den 2 Kindern im Urlaub. Zusammen mit einer befreundeten Familie waren sie in einem Ferienhaus mit Pool. Das hört sich entspannt an. Sommer, Sonne, Grillen und keinen interessiert die Uhrzeit. Leider hatte die Freundin der Familie, ebenfalls Mutter zweier Kinder, keinen Urlaub. Ständig auf Achse, Essen vorbereiten, kochen, Kinder umziehen, Kinder eincremen, Kinder wickeln, mit den Kindern spielen, die dreckigen Hosen der Kinder waschen, wieder eincremen und schließlich die Kinder ins Bett bringen. Mama-Aufgabe. War anscheinend noch nicht genug Arbeit. Dem Mann das Bier bringen, das Fleisch für den Grill richten, einkaufen gehen, den Mann eincremen, Badehose des Ehemanns waschen, ihm seinen gerichteten Teller bringen, das Eis als Nachtisch dazu und wieder das Bier. Ehefrauen-Aufgabe. Der Herr muss sich schließlich von der harten Arbeitswoche erholen.

Lotte hat sich bemüht, ihre Meinung nicht zu äußern. Hat sie natürlich, ich juble, nicht geschafft. Endergebnis: Lotte hatte einen seufzenden, Augen rollenden, verschwitzten Gegner der Gleichstellung erschaffen, aber ihre Freundin ein paar Stunden „frei“.

Bitte mehr davon: „Schenk dir dein Glas doch selbst ein.“ „Bügle deine Hemden alleine.“ „Bitte bringe die Kinder in den Kindergarten.“ und „Könntest du nachher einkaufen gehen?“

Oder: say it like Jennifer Lopez „Ain’t your Mama“. #Gleichstellung

Mehr von Lotte findet ihr hier:

Schulmedizin – Nein Danke!

Es geht auch ohne mich…

Einmal Wildnis und zurück!

Striptease

Mütter sind gute Ärztinnen – wenn sie denn dürfen!

 

Bildquelle: flickr.com, by jimynu

Ihr Platz im Bus ist hinten, das sind die Plätze für Schwarze,

Hirsch

„Nein, ich nehme keine Elternzeit. Ich möchte mit meiner Weiterbildung fertig werden. Ja, ich weiß, dass ihr Frauen benachteiligt seid. Aber das ist halt so, mit der ganzen Elternzeit und der Teilzeitarbeit und so weiter. Wir Männer können schließlich noch keine Kinder bekommen.“

sagt mir ein Kollege im Gespräch über die weitere Planung unserer Berufswege. Wir, er und ich, werden bald Eltern. Nicht zusammen. Also, er mit seiner Frau und ich mit meinem Mann.

„Ja, ihr Platz im Bus ist hinten – das sind die Plätze für Schwarze.“

Lest weiter in meinem Wutbrief…