Was ist, was bleibt?

Bäume im Nebel

Ich stehe in einem Tunnel, bin umgeben von Nebel. 

Es zischen Autos und Motorräder an mir vorbei. Die Menschen sind konzentriert, lachen, weinen oder singen. Ich muss mich anstrengen, ihre Gesichtszüge zu erkennen. Sie fliegen an mir vorbei. Die Geschwindigkeit ist atemberaubend.

Dort sitzt der Mann mit der Kreissägenverletzung an der Hand am Steuer. Hier schwirrt der Junge aus dem Schockraum umher. Im Auto weiter vorne erkenne ich ein luxiertes Sprunggelenk, das bereits soweit operiert ist, dass ich nur noch die Platte fest schrauben muss. Den Menschen dazu kann ich nicht erkennen. Ich glaube, es war eine Frau.

Hinter mir stehen Wäscheberge, das Bügeleisen, ein ungeschmückter Weihnachtsbaum.

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