Für mehr „ICH“ in unserem Leben

empowerment

Diese Zeilen sind an euch Frauen gerichtet. Sie sind ehrlich. Und deshalb werden sie euch treffen. Meistens genau dahin, wo es weh tut.

Ihr seid Frauen, Mütter, Hausfrauen, arbeitende Frauen, arbeitende Mütter, Großmütter oder arbeitende Großmütter.

Ihr versorgt Hund, Katze, Ehemann, Kinder, kocht, putzt, wascht und kauft das Essen ein. Ihr backt den Kuchen für das Kindergartenfest, die Torte für den Geburtstag und kauft die Geschenke für Ostern und Weihnachten. Ihr organisiert die Wochenendtermine, bucht den Urlaub und plant die Besuche bei den Freunden. Jeden Morgen steht ihr auf und schmiert die Pausenbrote, holt die Zeitung, bringt den Müll raus und kocht den ersten Kaffee. Ihr bringt eurer Freundin ein paar Blumen, helft den Nachbarn mit den Mülleimern und passt an jedem Tag der Woche auf ein anderes Enkelkind oder Nachbarkind auf. Ihr erinnert euren Mann an die Vorsorgetermine, kauft ihm neue Socken und Unterwäsche und macht für ihn den Zahnarzttermin aus. Ihr steht nachts acht Mal auf, um die weinenden Kinder zu trösten, damit der Ehemann nicht aufwacht, obwohl ihr am nächsten Morgen um 6 Uhr zur Arbeit fahren müsst. Ihr arbeitet drei Wochen in Folge an den Wochenenden, weil in der Arbeit so viele krank sind. Ihr steht morgens pünktlich zum Arbeitsbeginn mit Fieber, Husten und Schnupfen in der Arbeit, dass ihr euch nicht krank melden müsst. Ihr fragt auch bei der Geburt von Kind Nummer vier nach keiner Haushaltshilfe, weil ihr das auch irgendwie so schafft.

Ihr gönnt euch 10 Minuten Pause am Tag, um einen Tee in Ruhe zu genießen. Weil es die einzigen 10 Minuten sind, die es für euch gibt. Vielleicht gönnt ihr euch sogar eine Putzfrau oder ein paar Stunden im Monat für euch alleine.

Wie wäre es mit mehr „Ich“ in eurem Leben? Mehr abgegebene Verantwortung, mehr Loslassen und mehr „Nein“? „Nein“ zu den aufwendig verzierten Geburtstagskuchen, obwohl ihr so ungern backt. „Nein“ zu dem Besuch der Bekannten, die ihr eigentlich gar nicht leiden könnt. „Nein“ zu selbst gebastelten Faschingskostümen, die ihr nachts um 12 nähen müsst. „Nein“ zum Besuch der Schwiegereltern, die ihr nicht über ein ganzes Wochenende beherbergen wollt. „Nein“ zu euren Ehemännern, die den vierten Abend in der Woche zum Sport mit den Freunden wollen. „Nein“ zu euren Kollegen, die die Arbeit auf euch abwälzen. „Ja“ zu abgegebener Verantwortung! „Ja“ zu gemeinsamen Entscheidungen! „Ja“ zum Einstehen für sich selbst!

Ihr seid es Wert, dass ihr euch um euch kümmert! Ihr seid es Wert, dass ihr euch gut tut! Ihr seid es Wert, dass man sich um euch kümmert! Ihr seid es Wert, dass man euch gut tut!

Ihr seid gut, wie ihr seid. Steht auf und tretet für euch ein. Fordert ein, was ihr Wert seid. Von euren Freundinnen, euren Kollegen, euren Müttern, euren Schwiegermütter, euren Ehemännern und euren Kindern. Und vor allem von euch selbst. Werdet euch bewusst, was ihr wollt, braucht und könnt.

Seid ein Vorbild für eure Kinder. Nur so können sie lernen, dass sie sich gegenüber mild, verzeihend und lobend sein müssen. Weil sie es Wert sind.

Liebe Frauen, bitte, bitte, bitte: Mehr von „ICH“!!!

#empowerment

Bildquelle: flickr.com, by Tina B.

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